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17.09.2020, Eutin

Sana Klinik Eutin bietet ab sofort werdenden Müttern Entbindung mit „Lachgas“ an

Schmerzarme Geburt an der Sana Klinik Eutin

Freuen sich über das neue Angebot zur schmerzarmen Geburt an der Sana Klinik Eutin. Carolin Schaller, Kaufmännische Direktorin der Sana Kliniken Eutin und Middelburg, Dr. med. Regine Hegerfeld, Chefärztin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, Harald von Hennig, Oberarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe und die Hebammen des Eutiner Hebammenteams Christina Gaidies und Felizitas Henke. (v.l.)

Neun Monate voller Freude, Zittern und Warten auf diesen einen Moment – das Wunder der Geburt. Nicht selten ist dieser Tag auch mit einer bangen Vorfreude verbunden: wie werden die Wehen sein und wie stark ist der Entbindungsschmerz? Bei letzterem kann die Medizin helfen. Werdenden Müttern kann eine Vielzahl an Entspannungsmöglichkeiten oder Schmerzlinderung angeboten werden. Ob Wassergeburt, Akupunktur, Hypnobirthing oder eine Periduralanästhesie, kurz PDA genannt – die Möglichkeiten sind vielfältig. Nun haben werdende Mütter an der Sana Klinik Eutin erstmals auch die Möglichkeit, ihre Geburtsschmerzen mittels Protoxan® – umgangssprachlich auch „Lachgas“ genannt – zu mindern.
 
Der Wunsch nach einer sanften und natürlichen Geburt nimmt bei werdenden Müttern stetig zu. Schmerzlindernde Mittel sollen da einen möglichst geringen Einfluss auf den Ablauf der Geburt und auf das Neugeborene haben. Eine nachweisbare schmerzsenkende Wirkung zeigen dabei die Periduralanästhesie oder das Distickstoffmonoxid, ein farbloses Gas aus der Gruppe der Stickoxide, das allgemein unter dem Namen „Lachgas“ bekannt ist.

„Protoxan®  wird in Deutschland selten eingesetzt, obwohl man seine Wirkung medizinisch nachweisen kann und es sehr nebenwirkungsarm ist. Es eignet sich hervorragend zur Schmerzlinderung während der Geburt“, erklärt Dr. Regine Hegerfeld, Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Sana Klinik Eutin. Auch Hebamme Annika Schäfer erklärt: „Protoxan®  ist sehr einfach in der Handhabung und wirkt schnell.“ Die Vorteile im Einsatz von „Lachgas“ liegen klar auf der Hand. Das Gas zeigt seine Wirkung schnell, auch direkt vor einer Wehe. Denn einmal eingeatmet, wird das Gehirn direkt mit dem Gas geflutet. Werdende Mütter erhalten bei Bedarf eine Atemmaske, über die sie die Zufuhr von „Lachgas“ selbstständig steuern können. So ist eine individuelle Dosierung möglich und jede Frau kann auf das eigene Schmerzempfinden reagieren. Wie stark das Mittel wirken soll, beeinflusst sie auch durch die Tiefe ihrer Atemzüge. Dabei verschwindet der Schmerz jedoch nie komplett, seine Intensität wird jedoch herabgesetzt. „Anders als bei der PDA spüren Frauen so noch die Presswehen, die Wehentätigkeit wird nicht behindert“, weiß Dr. Hegerfeld.

Zudem kann „Lachgas“ auch eingesetzt werden, wenn die Geburt schon sehr weit fortgeschritten ist. Auch Frauen, die bisher aufgrund ihres Gesundheitszustandes keine PDA erhalten konnten, wie beispielsweise bei einer Blutgerinnungsstörung, können Protoxan® zur Schmerzminderung einatmen. Die Gefahr einer Unterversorgung an Sauerstoff, wie es in der Vergangenheit durch eine Überdosierung von „Lachgas“ möglich war, besteht heute nicht mehr. Der Grund ist einfach zu erklären: „Das Sauerstoff/ Stickstoff Gemisch ist anders dosiert als es früher der Fall war. In der Geburtshilfe findet das Gemisch ausschließlich in einem 50:50 Mischverhältnis zu medizinischem Sauerstoff Verwendung“, so die Gynäkologin.

Für die Expertin ist „Lachgas“ daher eine empfehlenswerte Methode zur Schmerzbekämpfung während der Geburt, insbesondere, da es laut wissenschaftlicher Untersuchungen keinerlei Einfluss auf das Baby hat. Doch es gibt auch Indikatoren, die eine Schmerztherapie mit „Lachgas“ ausschließen. Zu diesen zählen unter anderem Herzinsuffizienz, kardinale Dysfunktionen sowie ein Mangel an Folsäure oder Vitamin B12. Schwangere, die sich für eine Entbindung mit „Lachgas“ interessieren, sollten daher vorab mit ihrer Hebamme oder ihrem Frauenarzt sprechen und sich in einer Klinik, die diese Schmerztherapie anwendet, wie der Sana Klinik Eutin, informieren und beraten lassen.

Kontakt

Michael Hesse | Leiter Unternehmenskommunikation, Marketing & PR
Sana Kliniken Ostholstein GmbH | Hospitalstraße 22 | 23701 Eutin
Tel.: +49 4521 787-1316 | Mob.: +49 175 6860353
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